G5-Netzausbau – Eine Chance für die Region

Wir Grüne setzen uns für die Gewährleistung eines hohen Schutzniveaus für Umwelt und Gesundheit im Sinne des Vorsorgeprinzips ein und fordern die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Mensch und Umwelt weiter intensiv zu erforschen. Wir werden Hinweise auf tatsächliche Gefährdungen durch Funkstrahlung unterhalb der Grenzwerte auch in Zukunft ernst nehmen und fordern bei der Bundes- und Landesregierung die nötigen Maßnahmen ein.

Generell muss das Prinzip gelten: Nicht die Schädlichkeit muss nachgewiesen werden, sondern die Unschädlichkeit. Für die aktuell im Einsatz befindliche Mobilfunktechnik sehen wir diese weitgehend als gegeben.

Bei der Einführung von 5G wollen wir genau differenzieren, für welche Anwendungen welche Technologie benötigt wird. Nach heutigem Kenntnisstand ist die flächendeckende Einführung von 5G nur in bereits verwendeten Frequenzen (< 6 GHz) mit ähnlicher Strahlungsleistung vorgesehen. (u.a. https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019/20190319_Frequenzauktion.html )

Das schließt eine Steigerung der Gefährdung weitgehend aus. Die höheren Frequenzen sind vermutlich nur stark lokal begrenzt sinnvoll. Z.B. in Fabrikhallen oder Logistikzentren. Eine flächendeckende Versorgung und damit eine starke Zunahme der unfreiwilligen Strahlenbelastung ist hier aktuell nicht zu erwarten. Wir werden die weitere Entwicklung in diesem Bereich allerdings genau beobachten.

Die Vorteile von 5G dürfen aber auch nicht vernachlässigt werden. 5G legt das Fundament für viele technologische Neuerungen wie vernetztes und autonomes Fahren, Smart Farming, Smart Grids, Telemedizin oder intelligente Stromnetze, die Angebot und Nachfrage intelligent steuern und damit zum Stromsparen und einer erfolgreichen Energiewende beitragen.

Unsere innovativen Unternehmen benötigen höchsten Standard, um unter guten Bedingungen im Landkreis Starnberg forschen, arbeiten und produzieren zu können.

Hierbei muss natürlich immer eine Gesundheitsgefährdung der Bürgerinnen und Bürger und der Mitarbeiter*innen der Unternehmen ausgeschlossen werden. Außerdem ist uns bewusst, dass eine weitere Vernetzung und eine ansteigende Datenmenge nicht nur hilft Energie einzusparen, sondern auch viel Energie und Ressourcen verbraucht. Unser Ziel ist echte ökologische Innovation, die unterm Strich Menschen, Umwelt und Klima voranbringt.

Kerstin Täubner-Benicke

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