Pressemitteilung: GRÜNE fordern angemessene Lösungen für Schulen in Zeiten der Pandemie

Der neu gewählte Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen hat sich in seiner konstituierenden Vorstandssitzung am 08.11.2020 intensiv mit den Auswirkungen der Pandemie und des „Lockdown Light“ auseinandergesetzt. Im Fokus war die Situation an den Schulen mit Blick auf die Grundschülerinnen und Grundschüler.

Für die GRÜNEN ist klar, dass viele Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erforderlich sind, um Menschen möglichst gut zu schützen und das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Die Entscheidung, Schulen und Kindertagesbetreuungseinrichtungen so weit wie möglich offen zu halten, ist aus Sicht der GRÜNEN richtig. „Wir wissen, dass gerade Kinder und Jugendliche unter dem ersten Lockdown in besonderer Weise gelitten haben und möchten, dass alle gleich gute Chancen haben“, so Sprecherin Kerstin Täubner-Benicke, die selbst zwei Enkelkinder im Kindergarten- und Grundschulalter hat.

Die GRÜNEN möchten aber die Belastungen und Einschränkungen insbesondere für die Grundschulkinder möglichst geringhalten. „Wer gerade lesen lernt und sich in den Schulalltag einfinden soll, braucht gute und Sicherheit vermittelnde Rahmenbedingungen“, so Beisitzerin Verena Machnik, selbst Mutter. „Wir wünschen uns mehr Flexibilität im Schulalltag und finden es nach Gesprächen mit mehreren Kinder- und Jugendärzten vertretbar, dass in dieser Phase wenigstens am Platz auf das Tragen der Masken verzichtet werden kann oder zumindest genügend Pausen ohne Maske eingeräumt werden müssen.

In Zeitabschnitten mit geringerem Infektionsgeschehen sollte der Schulalltag im Klassenverbund dann auch ohne Masken funktionieren“, führt sie weiter aus. „Dabei sollte selbstverständlich weiterhin unbedingt auf regelmäßiges Querlüften sowie das Tragen von Masken beim Zusammentreffen mehrerer Klassen geachtet werden.“ Kerstin Täubner-Benicke ergänzt, dass „der Schutz von Kindern und Lehrer*innen mit Risikofaktoren uns aber sehr wichtig ist und in die Abwägung immer mit einbezogen werden muss“.

Die GRÜNEN setzen auf den Einbau der vom Bund und Freistaat Bayern finanziell geförderten Luftfilteranlagen, die Bildung von Kleingruppen und die Auslagerung des Unterrichts in derzeit nicht genutzte Räume außerhalb des Schulgebäudes oder in das Freie, wenn es das Wetter zulässt.

Ein je nach Infektionsgeschehen umsichtiges und angemessenes Reagieren sowie ein regelmäßiges Überprüfen beschlossener Maßnahmen sind die Mittel der Wahl, so die GRÜNEN. „Wir setzen auf einen offenen, wissenschaftlich fundierten Dialog und freuen uns über alle, die sich mit uns für gute, kreative und machbare Lösungen für unsere Gemeinschaft engagieren“, schließt Martina Neubauer.

Starnberg, 16. November 2020

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