Solidarisch und gerecht

1. Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Ziel: Der Landkreis bringt ein eigenes Förderprogramm auf den Weg, das den Bau kommunaler Wohnungen zusätzlich unterstützt. Der Landkreis bietet Beratung und Unterstützung für kommunale Planungen zu Fördermitteln von Bund und Land, zur Einführung der sozialen Bodennutzung, zur Entwicklung von alternativen Wohnformen und Finanzierungsmodellen und Genossenschaften an.

Der Landkreis legt ein eigenes Förderprogramm für Kommunen, Baugesellschaften und Genossenschaften zur Förderung des barrierefreien Mietwohnungsbaus sowohl im Neubau als auch im Erweiterungsbau (Anbau, Aufstockung) für Haushalte mit besonderer sozialer Dringlichkeit auf. (Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Menschen mit geringem Einkommen …)

Wir achten auf Innerörtliche Nachverdichtung vor “Ortsabrundungen” und Wohngebieten auf der “grünen Wiese“.

Der Landkreis Starnberg forciert mit Hilfe des Verbands Wohnen den sozialen Wohnungsbau.

Der Landkreis Starnberg unterstützt private Initiativen zur Entwicklung von Wohnungsbaugenossenschaften und innovativen Wohnprojekten.

Der Landkreis Starnberg erweitert sein Tätigkeitsfeld um den Punkt „Beratung von genossenschaftlichen Wohnen und alternativer Wohnformen“, um mehr Menschen bezahlbares Wohnen zu ermöglichen.

Der Landkreis Starnberg setzt sich auf Landes- und Bundesebene für mehr Mittel im sozialen Wohnungsbau ein.

Der Landkreis Starnberg setzt sich auf Landesebene für eine Reduzierung der Pflicht zur Schaffung von PKW-Stellplätzen bei gemeinwohlorientierten Wohnprojekten ein. Das erspart Baukosten und reduziert den Flächenverbrauch.

 

2. Der Landkreis ist Bildungsregion und setzt auf innovative Konzepte

Ziel: Im Landkreis Starnberg gibt es ein breites, inklusives Bildungsangebot.

Durch die regelmäßige Fortschreibung der Schulbedarfsplanung kann auf künftige Entwicklungen rechtzeitig reagiert werden.

Das innovative pädagogische Konzept der Modellschule in Herrsching gilt als Richtschnur für die Weiterentwicklung der weiterführenden Schulen im Landkreis.

Der Landkreis fördert mit Hilfe der gwt den Praxisbezug der Schulen zur Arbeitswelt durch eine enge Verbindung und fördernde Angebote.

Die Fachoberschule Starnberg ergänzt künftig die Schullandschaft im Landkreis und ist entsprechend ausgestattet.

Die Berufsintegrationsklassen bleiben – so lange diese benötigt werden – im Landkreis Starnberg und werden nicht in Nachbarlandkreise ausgelagert.

Unsere Schulen öffnen sich für alle Kinder – wir sind Vorbildregion für gelebte Inklusion.

Durch die Entwicklung innovativer Ganztagskonzepte schaffen wir ein breites Angebot für Eltern und Kinder. Dabei streben wir insbesondere Kooperationen mit Vereinen und Institutionen vor Ort an, um den Bezug zum Sozialraum zu stärken und die Jugendarbeit zu fördern.

Ein regelmäßiger Bildungsbericht gibt Auskunft über Bedarfe und Entwicklungen.

 

3. Lebensqualität für Jung und Alt gestalten – Antworten auf den demographischen Wandel

Ziel: Der Landkreis bietet ein Netz von differenzierten Angeboten für Bürgerinnen und Bürgern, für Familien und alle Generationen.

Mit sozialräumlich organisierten Familienstützpunkten sollen im Landkreis Begegnungsräume geschaffen werden, die von allen für Austausch, Beratung und Unterstützung genutzt werden können.

Ein Beratungsangebot für queere Lebensgestaltung ist etabliert.

Die offene Jugendarbeit ist gestärkt. Die Kinder- und Jugendhilfe ist personell und fachlich gut aufgestellt, sodass Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenslagen schnell und kompetent geholfen werden kann.

Der Landkreis hält Drogen-Präventions- und Beratungsangebote für Jugendliche und ihre Eltern vor.

Der Kreisjugendring ist personell angemessen ausgestattet, sodass er sein hervorragendes Angebot für unsere Kinder und Jugendlichen auch weiterhin aufrecht erhalten kann.

Der Landkreis unterstützt Kommunen dabei, den Jugendlichen Räume in Gebäuden und Grünflächen zu überlassen in denen sie unter sich sein können. Jugendlichen wird aktive Teilhabe an der Infrastruktur und der Natur des Landkreises zugestanden. Der verantwortliche Umgang der Jugendlichen damit wird durch sozialpädagogische Fachkräfte unterstützt.

Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft lebt von einem aktiven Vereinsleben und dem breiten bürgerlichen Engagement von der Agenda 21 bis zu den Einsatzorganisationen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes. Daher müssen diese Strukturen zuverlässig gestärkt werden. Der Landkreis fördert das Bürgerschaftliche Engagement und das Vereinsleben durch ein verlässliches, transparentes Förderkonzept.

Die ambulanten Strukturen wie die Nachbarschaftshilfen werden gestärkt. Insbesondere erfolgt der Ausbau der haushaltsnahen Dienstleistungen. Dabei gehen wir neue Wege bei der Digitalisierung. Mit einer Angebotsplattform werden Angebot und Nachfrage unkompliziert zusammengebracht. Dies trägt dazu bei, dass ältere Menschen selbstbestimmt zuhause leben können.

Der Landkreis unterstützt Kommunen bei der Schaffung von Räumlichkeiten für Tagespflege-Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren

In unserem Kreisaltersheim in Garatshausen ist eine gute gesundheitliche Versorgung sichergestellt. Dafür fördert der Landkreis auch bezahlbare Wohnungen für die Pflegekräfte und deren Angehörige.

Die Förderung von Mehrgenerationenhäusern stärkt das Miteinander der Generationen.

Im Rahmen eines Angebots „Wohnen für Hilfe“ sollen künftig z.B. Studierende kostengünstig bei Seniorinnen und Senioren wohnen können. Als Gegenleistung helfen sie ihren Vermietern, indem sie ihnen zur Hand gehen.

Der Landkreis richtet in Zusammenarbeit mit den Kommunen eine Beratungsstelle ein, die Seniorinnen und Senioren bei der Umstellung von zu groß gewordenen Wohnraumflächen auf kleinere Einheiten unterstützt.

Es wird regelmäßig geprüft, ob die Hilfs- und Beratungs-Angebote für Frauen im Landkreis ausreichend sind. Wir stärken die ambulanten Strukturen.

Unterstützung der Kommunen bei der Schaffung von Begegnungsräumen.

 

4. Die kommunale Daseinsvorsorge ist sichergestellt – unsere Kliniken stehen für Qualität

Ziel: Mit den kreiseigenen Standorten Starnberg und Herrsching/Seefeld sorgen wir für eine optimale Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger. Der Landkreis Starnberg wird Gesundheitsregion plus *und stärkt die Prävention und die regionalen Netzwerkes.

Wir haben viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Landkreis.

In Verwaltung, Kreistag und Aufsichtsgremien wollen wir dafür sorgen, dass die Struktur der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen den gestiegenen Anforderungen aus Berlin Schritt hält und die medizinische Fachkompetenz erhöht wird, bei gleichzeitig verbesserter Pflegesituation. Dabei stehen wir für eine wirtschaftliche Verwendung der Steuermittel.

Herz und Seele unserer Gesundheitseinrichtungen sind die Pflegekräfte. Nur durch Ausbildung in unseren Einrichtungen und bezahlbares Wohnen stellen wir sicher, dass wir genug Pflegekräfte haben.

Eine Koordinierungsstelle auf Landkreisebene für die Pflegeausbildung soll die Ausbildungsstellen für Pflegekräfte und die Auszubildenden dabei unterstützen die neuen bundesweiten Anforderungen der Generalistik bei der Pflegeausbildung umzusetzen. Die Koordinierungsstelle hilft die neu vorgeschriebenen Ausbildungszeiten in unterschiedlichen Einrichtungen und Fachbereichen im Landkreis zu realisieren. Dadurch erhalten wir schneller und besser ausgebildete Pflegekräfte.

Wir schaffen auf Landkreisebene Tagespflege-Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren zur optimalen Versorgung sowie zur Entlastung und Unterstützung der Angehörigen.

Wir machen den Landkreis Starnberg zu einer „Gesundheitsregion plus“ nach dem Konzept des Bayerischen Gesundheitsministeriums, in der medizinische Versorgung, Information und Prävention von einer Geschäftsstelle des Landkreises organisiert, koordiniert und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger auf höchstes Niveau verbessert werden. Dafür verwenden wir die vom Ministerium in Aussicht gestellten Fördermittel.

 

5. Teilhabe und Integration ermöglichen – eine Chance für unsere Region

Ziel: Der Landkreis Starnberg hat seinen Integrationsfahrplan umgesetzt und ein Integrationskonzept verabschiedet.

Der Ausländerbeirat ist ein starker Partner im Landkreis und wird bei Integrationsmaßnahmen gehört.

Ein Integrations- und Teilhabekonzept für den Landkreis Starnberg ist unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund und dem Ausländerbeirat erarbeitet. Die beschlossenen Maßnahmen werden umgesetzt.

Die Stelle eine/s Integrationsbeauftragte/n ist geschaffen. Die Steuerung der Maßnahmen zur Integration liegt in professionellen Händen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Helferkreise.

Integration gelingt durch Arbeit – die Ausländerbehörde übt ihre Ermessensspielräume vollumfänglich aus.

Der Landkreis schafft Begegnungsmöglichkeiten und stärkt die Integration und Teilhabe.

 

6. Teilhabe ermöglichen – Inklusion

Ziel: Die Maßnahmen aus dem Aktionsplan für Menschen mit Behinderung sind bis zum Jahr 2026 zu mindestens 50 % umgesetzt.

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen besuchen die allgemeinbildenden Schulen und auf Wunsch eine Förderschule. Gemeinsames Lernen ist die Regel.

Die bestehenden Barrieren und Hindernisse sind systematisch erfasst und mit den Betroffenen und den Behindertenverbänden sind diese weitgehend beseitigt, für die weiteren gibt es einen Plan zur Beseitigung.

Der Landkreis sorgt für Barrierefreiheit:  Verkehrsmittel müssen ebenso barrierefrei sein, wie öffentliche Gebäude, die S-Bahnhöfe, Freizeiteinrichtungen oder Informationsquellen.

Schaffung von Teilhabemöglichkeiten im Arbeitsleben.

Der Behindertenbeauftragte des Landkreises und die Selbsthilfeverbände werden bei ihrer Arbeit unterstützt.

 

7. Digitalisierung gestalten / Verwaltung

Ziel: Der Landkreis setzt bei digitaler Verwaltung Maßstäbe.

Mit der Einführung der E-Akte in allen Bereichen der Kreisverwaltung werden die Abläufe optimiert. Dies dient den Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie der Verwaltung.

Künftig stehen Informationsmaterialien und auf Wunsch Schreiben und Bescheide des Landkreises auch in einfacher Sprache zur Verfügung.

Der Landkreis koordiniert und unterstützt den Ausbau mit Hochgeschwindigkeitsnetzen. Dadurch wird die Ansiedelung hochwertiger Arbeitsplätze auch für kleine und sehr kleine Unternehmen im Landkreis ermöglicht und ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung des Individualverkehrs geleistet.