Klima und Wirtschaft

„Global denken, lokal planen und handeln“ – Nachhaltig für Klima und Wirtschaft

Globaler Klimaschutz beginnt immer lokal. Wir Grünen fordern einen konsequenten Klimaschutz, das heißt die Übernahme der Pariser Klimaziele und die daraus folgende Verpflichtung Starnbergs bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Dabei ist es uns wichtig gemeinsam mit den Bürger*innen an dem Ziel zu arbeiten, denn nur gemeinsam können wir das Ziel erreichen. Zudem achten wir auch beim Klimaschutz auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit.

 

1. Klimaziele erreichen

Ziel: Der Landkreis Starnberg ist bis zum Jahr 2026 unter den TOP 10 der klimafreundlichen Regionen in Deutschland.

Alle Entscheidungen werden zuvor auf ihre Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt geprüft.

Neubauvorhaben und Sanierungen von kreiseigenen Liegenschaften werden klimaneutral realisiert.

Mit den 14 Landkreiskommunen werden verbindliche Klimaziele vereinbart.

Ein Förderprogramm für E-Bikes und E-Lastenräder unterstützt die heimischen Betriebe.

Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir auf Landkreisebene einen Runden Tisch mit Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft initiieren, um gemeinsame Projekte festzulegen, Ziele zu definieren und deren Erreichung zu kontrollieren. Eine gemeinsame Nachhaltigkeitsstrategie für den Landkreis soll entwickelt werden

Die Kreisverwaltung ist bis zum Jahr 2022 CO2-neutral.

Ein Regionalwerk sorgt für lokale Energieversorgung.

Der Landkreis versorgt sich bis zum Jahr 2026 zu mindestens 50 % mit regenerativen Energien und ist bis zum Jahr 2035 energieautark.

Dazu gehört insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien: Sonne, Wind, Biogas und Geothermie im Landkreis.

Der Landkreis führt eine „Klimaaktie“ ein, die einen regionalen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leistet.

Der Landkreis tritt einer Energieagentur bei oder gründet eine eigene Gesellschaft, um die Klimaaktie zu realisieren.

 

2. Umweltfreundlich mobil

Ziel: Der Landkreis ist 2026 Vorbildregion in Sachen Mobilität – eine neue Mobilitätskultur ist etabliert.

Das bereits beschlossene Alltagsradtourennetz ist zu 50% realisiert.

Vernetzte Systeme sind etabliert; das heißt ÖPNV und Sharing für Rad und Auto stehen flächendeckend zur Verfügung.

Der Landkreis hilft Kommunen und Unternehmen einzelne Projekte wie Ruftaxis, Sharing- und Mitnahme-Initiativen im Landkreis und in der Metropolregion auf einer Plattform den Bürgerinnen und Bürgern verfügbar zu machen.

Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende fahren mit dem 365 € Ticket zu ihren Lern- und Ausbildungsorten und nutzen den ÖPNV auch in der Freizeit. Die Kostenfreiheit des Schulwegs bleibt unberührt.

Jeder Ort im Landkreis ist von morgens 5 Uhr bis Mitternacht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Tempo 30 km/h innerorts auf Kreisstraßen ist die Regel.

Der Landkreis unterstützt Kommunen, die in ihrer Ortsmitte das gleichberechtigte Miteinander von Fuß-, Rad- und Autoverkehr durch bauliche Maßnahmen realisieren (Shared-Space-Konzepte).

Im eigenen Fuhrpark werden in Ausschreibungen ausschließlich LKWs mit Abbiegeassistent eingesetzt bzw. vorausgesetzt.

 

3. Lebensqualität erhalten – wir bewahren, was wir lieben

ZIEL: Der Landkreis behält im nationalen Vergleich seine Spitzenposition beim Thema Lebensqualität.

Der Landkreis schützt seine Landschaftsschutzgebiete, seine Wasserschutzgebiete, seine Vogelschutzgebiete, seine FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) und seine Bannwälder.

Der Landkreis senkt seinen Flächenverbrauch, in dem er vor dem Verbrauch neuer Flächen Alternativen prüft.

Die kreiseigenen Flächen werden ökologisch bewirtschaftet.

Die Vernetzung der Biotope ist weiterentwickelt.

Die Entsorgung ist nachhaltig gestaltet:

Der Standort Weßling „An den Gruben“ soll zu einem kommunalen Wertstoff- und Dienstleistungszentrum für Abfälle aus dem Landkreis Starnberg entwickelt werden.

gut erhaltende Produkte werden wiederverwendet – die Wertstoffhöfe werden entsprechend organisiert

Sozialkaufhäuser, Repaircafés, Kleider- und Möbelbörsen werden vom Landkreis unterstützt (u.a. durch die Bereitstellung von Räumen oder finanzielle Unterstützung)

Abfälle, die im Landkreis anfallen und nicht vermeidbar sind, werden grundsätzlich standortnah verwertet. Dazu zählen auch die Bioabfälle. Landkreiseigene technische Geräte, Maschinen und Wärmeerzeuger werden optimal eingestellt sowie bedarfsorientiert und sparsam eingesetzt.

Der Landkreis berät in klimaschutzgerechtem und naturnahem Bauen und Wirtschaften, spricht Empfehlungen aus und betreibt Öffentlichkeitsarbeit.

Der Landkreis fördert die Innen- vor der Außenentwicklung der Landkreiskommunen. Lebendige Ortskerne und damit Lebensqualität in unseren Orten erhalten anstatt Gewerbegebiete an den Ortsrändern und Einkaufsmärkte auf die grüne Wiese zu platzieren

Ein landkreisweites Baulücken- und Leerstandskataster gibt Auskunft über Entwicklungspotentiale im Landkreis

Der Landkreis berät und unterstützt die Kommunen bei der Einrichtung von Gestaltungskommissionen und Ortsbausatzungen für Erhalt und Verbesserung der baulichen Gestaltung im Ortsbild.

Für Bau- und Entwicklungsprojekte der Kommunen, die landkreisweite Auswirkungen haben, wie der Bahnhof in Starnberg, das Bundeswehrgelände in Feldafing, das geplante Fünfsternehotel etc., sorgt der Landkreis für eine leichtere Abstimmung unter den Kommunen, auch im Kreisrat, auch wenn die Kreisumlage zunächst nicht betroffen ist.

 

4. Innovativ, ökologisch und sozial Wirtschaften

Ziel: Durch die gezielten Maßnahmen für innovatives, ökologisches und soziales Wirtschaften trägt der Landkreis zum Erhalt der Lebensqualität und Wohlstand bei und behält im nationalen Vergleich weiterhin eine Spitzenposition.

Bio, regional und fair! Ein Gewinn für Landwirtschaft und die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Wir stärken die Direkt- und Regionalvermarktung, um so unserer heimischen Landwirtschaft und den Handwerksbetrieben faire Preise zu ermöglichen und unnötige Transporte zu vermeiden.

Interkommunale Gewerbegebiete haben Vorrang und werden vom Landkreis bei der
Konzeptionierung unterstützt

den gesamten Landkreis flächendeckend angemessen mit schnellen Internetanschlüssen versorgen

Die Landkreisverwaltung erstellt regelmäßig eine Gemeinwohlbilanz

Die Gesellschaft für Wirtschaft und Tourismus koordiniert und fördert Initiativen von Betrieben und Firmen aus dem Landkreis um die Gemeinwohlökonomie (CSR) zu fördern.

Bei Ausschreibungen werden Regionalität, ökologische wie soziale Verantwortung berücksichtigt.

Der Landkreis fördert und unterstützt die Kommunen dabei Grundstücke in Erbpacht zu vergeben, wenn es nicht möglich ist diese Grundstücke im Bestand der Gemeinden zu halten. Ein Bewusstseinswandel soll helfen, dass Grundstücke der Kommunen nicht für kurzfristige Budgetverbesserungen verkauft werden müssen. Dabei helfen auch interkommunale Finanzierungsmöglichkeiten.

 

5. Nachhaltiger erholen

Ziel: Der Landkreis Starnberg positioniert sich als attraktive Naherholungs- und Tourismusregion und setzt dabei auf Nachhaltigkeit.

Unterstützungsangebote für Hotels und Gastronomie werden durch die gwt vorgehalten.

Den Gästen werden Wanderrouten über die Gemeindegrenzen hinaus angeboten;  bestehende Wege werden von Asphalt, Beton und Hartschotter befreit.

Historische, teils vergessene Ortverbindungswege für Fußgänger und Wanderer werden wieder in Betrieb genommen.

Das Freizeitradroutennetz – auch im Verbund mit den Nachbarregionen – ist optimiert.

Das Erreichen des Landkreises als Erholungsgebiet mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad (anstatt mit dem Auto) wird offensiv beworben.

Der Landkreis Starnberg wird in der Außendarstellung für den Tourismus proaktiv mit den schützenswerten Naturattraktionen in Verbindung mit sanftem Qualität-Tourismus entwickelt und beworben.

 

Weil wir hier leben.